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	<title>chris´tagebuch</title>
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  <title>chris´tagebuch</title>
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		<title>¿Friedensgespräche? das ich nicht lache&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 02:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nah-Ost]]></category>

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		<description><![CDATA[Scenario: dieses berühmt-berüchtigte ovale Büro im Weißen Haus, Washington, USA &#8211; gefühltes (?) Weltzentrum. Anwesend: Barrak Hussein Obama als der Chef, Benjamin (Bibi) Netanyahu, der rechts außen Israels und Machmut Abbas, dieser als angeblich offizieller Vertreter Palästinas (oder was davon noch übrig ist). Tagesordnung: der Chef, also Obama, informiert Netanyahu als Primerminister Israels und Abbas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://www.chriswalter.com/press/download/nahost_trio.jpg" alt="" width="175" height="139" /><strong>Scenario</strong>: dieses berühmt-berüchtigte ovale Büro im Weißen Haus, Washington, USA &#8211; gefühltes (?) Weltzentrum.<br />
Anwesend: Barrak Hussein Obama als der Chef,  Benjamin (Bibi) Netanyahu, der rechts außen Israels und Machmut Abbas, dieser als angeblich offizieller Vertreter Palästinas (oder was davon noch übrig ist).<br />
<strong>Tagesordnung</strong>: der Chef, also Obama, informiert Netanyahu als Primerminister Israels und Abbas als „Repräsentant“ der palästinensischen Autorität dass nun der entscheidende Moment für einen Friedensplan gekommen sei. Man will innerhalb eines Jahres ein friedliches Abkommen erreicht haben&#8230;.die Realisierung sollte dann innerhalb der nächsten Dekade (also in 10 Jahren) abgeschlossen sein.<br />
2020: Israel in seinen Grenzen von 1967, gleichberechtigt mit Palästina – zwei Staaten auf Augenhöhe!</p>
<p><strong>Applaus!!!!</strong>&#8230;.oder doch eher Kopf kratzen, Schmunzeln, bis hin zum offenen Gelächter???</p>
<p>Immerhin geht es um die illegalen jüdischen Siedlungen auf palästinensischem Territorium, um den Status von Ost-Jerusalem, um die Millionen von Flüchtlingen und vorallem um die endgültigen Grenzen zwischen Israel und einem palästinensischen Staat.</p>
<p><span id="more-925"></span>Und da fangen dann schon, wie immer, die Probleme an. Obama ist nicht mehr das was er mit seinem Slogan <em>change, yes we can</em> versprach, sein politischer Stern ist augenblicklich am Sinken. Netanyahu baut auf ein halbes Jahrhundert von erfolgreichem egoistischen Starrsinn (es gibt auch härtere Bezeichnungen für das den Rassismus schrammenden, ja sogar kriegsverbrecherischem Verhalten Israels). Und Abbas, ja als was ist Abbas wohl am Meisten bekannt. Wenn wir ihn mit Korruption assoziieren treffen wir eventuell ins Schwarze. Böse Zungen bringen ihn gar mit der Ermordung Arafats in Zusammenhang (aber das wäre wohl ein anderes Thema).</p>
<p>Und diese 3 Figuren wollen den Nahost-Konflikt endlich mal in den Griff bekommen?</p>
<p>Moment, wir haben beinahe die Hillary vergessen. Madame Clinton weiß ganz genau dass die US-Demokraten in ihrem derzeitigen Jammertal umso mehr an die finanzielle Unterstützung der Israel-Lobby angewiesen. Ergo&#8230;..naja, ihr wisst schon.</p>
<p>Vergessen die Zeiten als man in Washington Netanyahu „zurechtstutzen“ wollte. Noch vor 4 Monaten monierte man die Siedlerpolitik Israels als Illegal, ja sogar der Vize Biden ließ durchblicken dass ihr General der Army, Petreus, das Verhalten Israels als Gefahr für die Sicherheit der USA ansah.</p>
<p><strong>¿Was hat sich seitdem geändert?</strong></p>
<p>Außer dass sich in  USA die Statistiken in pro oder kontra der Politik der Demokraten zum Negativen gewendet hat und der Sommer zu Ende geht, Pakistan zu einem Drittel unter Wasser steht – aber amerikanische Drohnen weiterhin willkürlich Menschen ermorden, Iran einen Holocaust &#8220;a la americana&#8221; befürchten muss? Ach ja, die Finanz- und Wirtschaftskrise hätten wir ja auch noch.</p>
<p>Kriege sind immer lukrativ – natürlich nur für die Waffenindustrie, Halliburton und Söldner. Die angegriffenen Zivilisten wissen meist nicht einmal woher die Bomben kommen (außer von oben).</p>
<p><strong>Total:</strong><br />
Wer glaubt an einen gerechten Frieden in Nahost in absehbarer Zeit? (also mit diesen Protagonisten)<br />
Wer glaubt noch an Demokratie – so den da von wegen: wir sind das Volk&#8230;ja klar, das seid ihr auch, bloss habt ihr nichts zu sagen. Ihr wählt alle paar Jahre mal und wir bestimmen dann wie es weitergeht.<br />
Menschenrechte, Völkerrecht, Umweltschutz&#8230;schon mal was davon gehört?</p>
<p>Wir hören viel zu viel Vergangenes, aber wir leben Heute und für die Zukunft unserer Kinder und sowieso hat das letzte Hemd keine Taschen. Also warum so viel Leid, nur um für einen Tag, ein Jahr vielleicht sogar, zu glauben Menschen könnte man hin und her schieben wie die Figuren auf einem Schachbrett. Wenn die Partie vorbei ist gibt es einen Sieger und einen Verlierer.</p>
<p>Aber, um Himmels Willen, das ist nur ein Spiel, das nächste mal kannst du die Partie verlieren, oder geht es einzig und allein darum immer zu gewinnen (auch wenn man dazu bescheißen, tricksen, falsch spielen muss?)<br />
&#8230;und trotzdem glaube ich noch immer an das Gute im Menschen&#8230;so lange er kein Politiker ist <img src='http://chriswalter.com/press/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Chris W.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://palestineconference.org/wp/2010/09/01/sign-on-to-statement-palestine-is-not-for-sale/" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://www.chriswalter.com/press/download/notforsale.jpg" alt="palestine is not for sale!" width="300" height="119" /></a>palestine is not for sale!</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://globalresearch.ca/index.php?context=va&amp;aid=20935" target="_blank">Obama&#8217;s Middle East  Peace Talks:  A Circus to Distract</a></p>
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		<title>Neue Explosion</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 01:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Explosion Event date: 02.09.2010 16:03:14 Country: United States State: Gulf of Mexico (Louisiana) Location:- [About 80 miles south of Vermilion Bay (Vermillion 380 oil rig)] Es ist also schon wieder eine dieser &#8220;Bohrinseln&#8221; in die Luft geflogen. Nur warum gibt es darüber kaum Nachrichten, oder ist das bereits keine Schlagzeile mehr wert?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.chriswalter.com/press/download/bohrinsel.jpg" alt="" width="290" height="205" /></p>
<blockquote><p><strong>Explosion</strong></p>
<p>Event date: 02.09.2010 16:03:14<br />
Country: United States<br />
State: Gulf of Mexico (Louisiana)<br />
Location:- [About 80 miles south of Vermilion Bay (Vermillion 380 oil rig)]</p></blockquote>
<p>Es ist also schon wieder eine dieser &#8220;Bohrinseln&#8221; in die Luft geflogen. Nur warum gibt es darüber kaum Nachrichten, oder ist das bereits keine Schlagzeile mehr wert?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Hurra für Hugo Chavez!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 00:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kein Spaß, auf der Liste der Feinde Washingtons zu stehen. Fragen Sie mal Hugo Chavez! Letzte Woche musste der Präsident Venezuelas eine Reise nach Kuba absagen, weil ihm zugetragen wurde, dass ein Staatsstreich geplant und sein Leben in Gefahr sei. Die Information kam aus der anonymen Quelle, die ihn schon vor dem erfolglosen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.chriswalter.com/press/download/hugo-chavez.jpg" alt="" width="300" height="188" />Es ist kein Spaß, auf der Liste der Feinde Washingtons zu stehen. Fragen Sie mal Hugo Chavez!<br />
Letzte Woche musste der Präsident Venezuelas eine Reise nach Kuba absagen, weil ihm zugetragen wurde, dass ein Staatsstreich geplant und sein Leben in Gefahr sei. Die Information kam aus der anonymen Quelle, die ihn schon vor dem erfolglosen Staatsstreich im Jahr 2002 gewarnt hatte.<br />
In der Nachricht hieß es: &#8220;Die Ausführungsphase steht bevor. … Es gibt eine Vereinbarung zwischen Kolumbien und den USA mit den zwei Zielen, Mauricio auszuschalten und die Regierung zu stürzen. … Sie werden &#8216;Mauricio&#8217; erledigen und versuchen, einen Teil der Streitkräfte zu neutralisieren.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP16810_160810.pdf" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Haiti &#8211; 6 Monate danach</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 00:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr wundert euch alle sicherlich und fragt was wohl dieses Bild (hier links) von grünen Landschaften und friedlich weidenden Ziegen mit Haiti zu tun haben sollte. Natürlich gar nichts, außer für so manch Einen der die Realität &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; einfach nicht wahrhaben will wie hier Caritas. Angeblich wurden Millionen, ja Milliarden, für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Ziegen für den Neuanfang" src="http://www.chriswalter.com/press/download/haiti_ziegen.jpg" alt="" width="179" height="117" />Ihr wundert euch alle sicherlich und fragt was wohl dieses Bild (hier links) von grünen Landschaften und friedlich weidenden Ziegen mit Haiti zu tun haben sollte. Natürlich gar nichts, außer für so manch Einen der die Realität &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; einfach nicht wahrhaben will wie hier <a href="http://www.caritas.at/fileadmin/user/oesterreich/fotos/02_Auslandshilfe/Katastrophen_2010/HAITI2010/Haiti6Monate_lay2.pdf" target="_blank">Caritas</a>.<br />
Angeblich wurden Millionen, ja Milliarden, für den Wiederaufbau des sowieso ärmsten Landes der Welt angekündigt, doch wo sind sie geblieben? Wie wird den Menschen denn tatsächlich geholfen, außer ihnen ein paar Ziegen anzubieten?</p>
<p><span id="more-880"></span></p>
<p>Vor sechs Monate starben bei einem verheerenden Erbeben auf Haiti mehr als 230 000 Haitinaner/innen. Rund 100 000 Häuser wurden völlig zerstört sowie Hunderte Schulen und viele andere Gebäude. Die Szenerie der Zerstörung füllte die Bildschirme der ganzen Welt.</p>
<p>Nach einem halben Jahr hat sich erstaunlich wenig an dem Anblick geändert. Der Präsidentenpalast, der durch das Erdbeben zerstört wurde, liegt nach wie vor in Trümmern &#8211; ein Symbol für die Größenordnung der Zerstörung. Port-au-Prince liegt noch immer unter Schutt. Circa 1,3 Millionen Menschen leben in 1200 Übergangscamps &#8211; Zeltlagern, die in und um die Hauptstadt errichtet wurden.</p>
<p>Laut einer Schätzung sind weniger als 5% der Trümmer des Erdbebens beseitigt.</p>
<p>Allein in Port-au-Prince liegen 20 Millionen Kubikmeter Schutt. Das macht das Aufräumen natürlich zu einer großen Herausforderung. Wenn Tag für Tag tausend Lastwagen zur Verfügung stünden, würden sie 3 bis 5 Jahre brauchen, um den ganzen Schutt wegzubringen.</p>
<p>Aber es stehen nicht einmal 300 Lastwagen für diese Aufgabe zur Verfügung.</p>
<p>Die technischen Hindernisse auf dem Weg zum Wiederaufbau sind immens hoch. Noch gewaltiger jedoch sind die politischen Hindernisse.</p>
<p>Kurz nach dem Erdbeben wurden Haiti $10 Milliarden an internationaler Hilfe zugesagt. Bis zum 30. Juni waren gerade einmal 10% der 2,5 Milliarden, die für 2010 zugesagt worden waren, eingetroffen. Viele der Gelder wurden durch politisches Gerangel verzögert. So verlangte die internationale Gemeinschaft &#8211; vertreten durch die USA, Frankreich und Kanada &#8211; vom haitianischen Parlament, per Gesetz, einen achtzehnmonatigen Notstand zu beschließen. Dieser Gesetzesvorschlag hätte im Grunde bedeutet, dass die Regierung die Kontrolle über den Wiederaufbau abgibt. Das Geld nicht zu übergeben, war ein Druckmittel (pressure tactic), mit dem Ziel, der internationalen Gemeinschaft die Kontrolle über die &#8216;Interim Commission for the Reconstruction of Haiti&#8217; (Interimskommission für den Wiederaufbau Haitis) zu verschaffen. Die Kommission darf über die Milliarden (für den Wiederaufbau) verfügen.</p>
<p>Dieses (politische) Manövrieren stieß in Haiti auf Proteste und verbreitete eine feindselige Stimmung. Die internationale Gemeinschaft sah sich hierauf gezwungen, etwas kürzer zu treten. Ursprünglich war geplant, die Mehrzahl der Sitze in der Interimskommission mit Repräsentanten ausländischer Regierungen und internationaler Finanzinstitutionen zu besetzen. Jetzt sollen diese Vertreter nur die Hälfte der Sitze des 26-köpfigen Komitees einnehmen. Dennoch ist weiterhin geplant, dass die Weltbank und andere internationale Institutionen über das Geld verfügen sollen. Der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton und Haitis Premierminister Jean-Max Bellerive sind die beiden Ko-Vorsitzenden der Wiederaufbaukommission, die sich am 17. Juni zum ersten Mal getroffen hat.</p>
<p>Die Muskelspiele der westlichen Mächte bei der Besetzung dieser Kommission, haben gezeigt, dass die seit langem praktizierte Politik &#8211; die Glaubwürdigkeit und Stärke des haitianischen Staates &#8211; zu untergraben, weitergeführt wird. Seit zwei Jahrzehnten werden die Regierungen Haitis durch Washington und dessen Verbündete bewusst geschwächt.</p>
<p>So hatten sie die Privatisierung einer Reihe von Staatsunternehmen auf Haiti verlangt sowie verbilligte (Import-)Zölle für landwirtschaftliche Produkte &#8211; alles im Namen neoliberaler Theorien.</p>
<p>Dies führte zum Niedergang der haitianischen Nahrungsmittelproduktion und beschleunigte den Exodus der Menschen vom Land in die Großstädte. Diese Entwicklung ist mitschuldig an der großen Zahl von Opfern und dem Ausmaß der Zerstörungen durch das Erdbeben.</p>
<p>Washington hat jene haitianischen Regierungen destabilisiert, die die Interessen der Armen über die Interessen der ausländischen Konzerne stellten. So wurde am 29. Februar 2004 die gewählte Regierung von Jean-Bertrand Aristide durch Amerika, Frankreich und Kanada gestürzt. Im Anschluss kam es zu einer schrecklichen Welle der politischen Repression. Die UNO besetzte das Land &#8211; sie besetzt es bis heute.</p>
<p>Seit 2004 hält sich Aristide gezwungenermaßen im südafrikanischen Exil auf. Seine Partei &#8211; die Fanmi Lavalas &#8211; darf bei keiner Wahl mehr antreten (das gilt auch für die kommende Wahl, die am 28. November stattfinden soll).</p>
<p>All diese Faktoren haben dazu geführt, dass es auf Haiti keine Institution mehr gibt, die glaubwürdig genug und fähig sind, den Wiederaufbau zu leisten. Die Regierung unter Präsident Rene Preval hat den Rückhalt in der armen Mehrheit der Bevölkerung verloren, weil sie sich Washington und den Eliten vor Ort angedienert hat. Vor kurzem verteidigte Preval das Verbot der Fanmi Lavalas &#8211; obgleich diese noch immer die populärste Partei des Landes ist.</p>
<p>Auch die 10 000 Soldaten der UNO-&#8221;Friedenstruppe&#8221; auf Haiti sind allgemein unbeliebt. In den ersten beiden Jahren nach dem Putsch 2004 unterstützte die Truppe die haitianische Polizei regelmäßig bei deren brutalen Übergriffen gegen arme Gemeinden und friedliche Demonstrationen (auf denen die Rückkehr der gewählten Regierung gefordert wurde). Die UNO-Truppen beteiligten sich in direkter Weise an einer brutalen politischen &#8220;Pazifizierungs-&#8221;Kampagne, bei der es wiederholt zu so genannten &#8220;Antibanden&#8221;-Angriffen in den Armenvierteln von Port-au-Prince kam. Die beiden schlimmsten Razzien fanden am 6. Januar 2005 und am 22. Dezember 2006 statt. Dabei starben insgesamt 35 unschuldige Zivilisten; Dutzende wurden verletzt. Das geschah in dem dichtbevölkerten Stadtteil Cité Soleil (einer Pro-Aristide-Bastion). Im April 2008 machten die UNO-Truppen erneut deutlich, worin sie ihre oberste Aufgabe im Land sehen, nämlich in der Verteidigung der enormen ökonomischen Kluft, die hier herrscht: Als es &#8211; aufgrund gestiegener Lebensmittelpreise &#8211; zu Aufständen kam, schlugen sie die Proteste nieder, indem sie eine Hand voll Demonstranten töteten.</p>
<p>Auch die NGOs, die vom Ausland her finanziert werden, haben sich auf Haiti unglaubwürdig gemacht, weil sie ihren Beitrag zu dem nun schon zwanzig Jahre dauernden Prozess der Schwächung der jeweiligen Regierung, geleistet haben. Manche Menschen auf Haiti sprechen inzwischen schon voller Ironie von einer &#8220;Republik der NGOs&#8221;. Jedenfalls haben die NGOs enormen Einfluss und werden &#8211; als mutmaßliche Helfer &#8211; (finanzielle) Unterstützung erhalten. Manchmal helfen sie ja auch tatsächlich. Aber wie würde es uns gefallen, wenn sämtliche Schulen und sozialen Dienstleistungen von ausländischen Wohlfahrtsorganisationen geleitet würden?</p>
<p>In Port-au-Prince findet man Grafitis, die die NGOs kritisieren. &#8216;Nieder mit den NGOs!&#8217;. Vor zwei Wochen beklagte sich der haitianische Journalist Wadner Pierre: &#8220;Die NGOs demütigen und diskriminieren die Armen und die respektable Bürger Haitis nach wie vor, indem sie ihnen unterstellen, sie seien alles gefährliche oder gewalttätige Leute oder Wilde. Dabei wissen die gar nichts &#8211; nicht einmal, wie man ein Zelt aufstellt. Gleichzeitig ignorieren sie die Stärke und den Mut dieses Volkes&#8221;.</p>
<p>In den letzten zwei Monaten kam es in Port-au-Prince und andernorts zu einer Reihe von Großdemonstrationen. Die Demonstranten forderten die Rückkehr Aristides nach Haiti und die Aufhebung des Verbots der Partei Fanmi Lavalas. Natürlich zeigten sich die Demonstranten auch wütend über den schleppenden Wiederaufbau und die sechsjährige ausländische Okkupation.</p>
<p>Wie sollten Menschen reagieren, die einen Beitrag zur Hilfe leisten wollen?</p>
<p>Erstens. Alle ernst gemeinten Anstrengungen für den Wiederaufbau müssen darauf ausgerichtet sein, die Regierung Haitis zu stärken, damit SIE Unterkünfte, Bildung, Krankenversorgung und andere soziale Dienstleistungen bereitstellt. Die Hilfe muss in andere Kanäle gelenkt werden und darf nicht in neoliberale Anpassung(sprogramme), Sweatshop-Ausbeutung und NGO-Wohlfahrt fließen. Sie muss umgelenkt werden, sodass sie eine Investition in die Regierung und in die öffentlichen Institutionen Haitis darstellt.</p>
<p>Zweitens. Der ländliche Raum Haitis braucht große Investitionen. Die Landwirtschaft auf Haiti ist praktisch ausgelöscht. Ein Grund für die Armut der Haitianer sind Auslandsbeihilfen, die Sweatshop-Arbeit höher bewerteten als die Landwirtschaft. So entsorgen beispielsweise die USA ihren Reis auf dem haitianischen Markt. Noch vor 30 Jahren versorgte sich Haiti zu 90% selbst mit Reis. Heute kommen weniger als 10% des Reis vom heimischen Markt.</p>
<p>Drittens. Die Partei Fanmi Lavalas muss ab sofort wieder zu den Wahlen zugelassen werden, und Aristide muss aus dem Exil zückkehren dürfen.</p>
<p>Erst, wenn die Haitianer ihre Angelegenheiten wieder selbst in die Hand nehmen dürfen, wird der tatsächliche Wiederaufbau beginnen.</p>
<p>Orginalartikel: <a href="http://www.counterpunch.org/engler07162010.html" target="_blank">The Political Roadblocks to Haiti&#8217;s Reconstruction</a><br />
Übersetzt von: Andrea Noll</p>
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		<title>Fidel: &#8220;Die USA machen weder Fair Play noch sagen sie die Wahrheit&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 22:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vereinigten Staaten machen kein Fair Play und sagen durchaus nicht die Wahrheit, bekräftigte Comandante en Jefe Fidel Castro im Sonderprogramm des &#8220;Runden Tisches&#8221;, unter der Leitung des Journalisten Randy Alonso, das vom kubanischen Fernsehen am Montagnachmittag ausgestrahlt wurde. Fidel machte eine gründliche Analyse der Situation im Nahen Osten, besonders der durch die Vereinigten Staaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigten Staaten machen kein Fair Play und sagen durchaus nicht die Wahrheit, bekräftigte Comandante en Jefe Fidel Castro im Sonderprogramm des &#8220;Runden Tisches&#8221;, unter der Leitung des Journalisten Randy Alonso, das vom kubanischen Fernsehen am Montagnachmittag ausgestrahlt wurde.<br />
<img class="alignleft" src="http://www.chriswalter.com/press/download/fidel_cuba_13julio.jpg" alt="" width="161" height="134" />Fidel machte eine gründliche Analyse der Situation im Nahen Osten, besonders der durch die Vereinigten Staaten und Israel mittels ihrer Politik des Drucks auf den Iran hervorgerufenen Krise, und erörterte das Atomwaffenarsenal, über das die großen internationalen Mächte verfügen, sowie die Versenkung des Cheonan, dem Flaggschiff der Südkoreanischen Kriegsmarine, eine Aktion, deren Nordkorea beschuldigt wird.</p>
<p><span id="more-878"></span><br />
Bei seiner erneuten Warnung vor der Gefahr eines Krieges mit Einsatz von Atomwaffen, die er bereits in seinen Reflexionen zum Ausdruck gebracht hatte, bot der Comandante en Jefe eine sehr breite Palette von Argumenten und kommentierte die Meinungen politischer Analysten, die die letzten Ereignisse im Nahen Osten verfolgt haben.</p>
<p>Im &#8220;Runden Tisch&#8221;, an dem außer dem Direktor des Fernsehprogramms auch der Historiker Rolando Rodríguez, sowie Osvaldo Martínez, Direktor des Zentrums der Forschungen zur Weltwirtschaft und Dr. Carlos Gutiérrez, Direktor des Nationalen Zentrums für Wissenschaftliche Forschungen (CNIC) teilnahmen, analysierte Fidel das enorme Kriegsarsenal, über das die wichtigsten Weltmächte mit den USA an der Spitze verfügen: &#8220;die Anzahl der strategischen Sprengköpfe ist irrsinnig&#8221;, versicherte er.</p>
<p>Die Angaben des Stockholmer internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI), sagte Fidel, lassen keinen Zweifel an der Gefahr, die über der Menschheit schwebt. Die gesamten Militärausgaben der Vereinigten Staaten im Jahr 2009 betrugen 1 531 Billionen Dollar, was ein Wachstum um 49 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet.</p>
<p>Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, was passieren würde, wenn zumindest ein Teil dieses Arsenals zum Einsatz kommt, und &#8220;im Kongress (der Vereinigten Staaten) gibt es noch aggressivere Standpunkte als den des Präsidenten&#8221;, fügte der Führer der Revolution hinzu.</p>
<p>Die Militärausgaben der USA haben nicht aufgehört, zu wachsen. Fidel merkte an, dass das Verteidigungsbudget dieses Landes von 316 Billionen im Jahr 2001 auf 565 Billionen im Jahr 2010 anstieg.</p>
<p>&#8220;Die Vereinigten Staaten geben mehr aus als alle Länder gemeinsam&#8221;, sagte er. Sie haben 2 002 strategische Sprengköpfe und 500 nicht strategische. Sie haben 2 702 offengelegt, während Russland 2 787 strategische und 2 047 nicht strategische hat. Beide zusammen haben fast 7 000 Sprengköpfe. Diese Ziffer ist irrsinnig&#8221;.</p>
<p>RISIKO EINES KRIEGES</p>
<p>Nach einem Kommentar von Randy über das Risiko, dass im Nahen Osten ein Krieg ausbrechen kann, versicherte Fidel: &#8220;ich stimme vollkommen darin überein, dass es das Risiko eines unmittelbar bevorstehenden Krieges gibt&#8221; , und fügte hinzu: &#8220;Ich begann, über dieses Thema nach der Beschuldigung gegen Nordkorea zu schreiben, dem vorgeworfen wurde, das hochmoderne südkoreanische Schiff versenkt zu haben, eines der modernsten, über die die US-amerikanische Industrie verfügt, die spezielle Metalle verwendet, Artikel, die an Nordkorea nicht verkauft werden&#8221;.</p>
<p>Er ironisierte die Anschuldigung gegen Nordkorea, dem vorgeworfen wird, ein altes Torpedo der 50er Jahre benutzt zu haben. &#8220;Man stelle sich das vor, ein altes Torpedo gegen dieses hochmoderne Schiff!&#8221;, merkte er an.</p>
<p>Er versicherte, dass ein US – amerikanischer Analyst eine logische Erklärung geliefert hatte: &#8220;Südkorea führte ein Manöver mit seinem Alliierten, den Vereinigten Staaten, durch. Das Schlimme an diesem Fakt, was die USA nur schwer zugeben können, ist, dass sie es waren, die das hochmoderne Schiff Südkoreas versenkten. Es starben 46 Männer&#8230; Ein solches Schiff könnte nur mit einer Mine gesprengt werden. Uns das war es, was sie gemacht haben&#8221;.</p>
<p>Fidel sagte, überzeugt davon zu sein, dass wenn diese Situation mit Korea damals eskaliert wäre, die Situation dramatisch gewesen wäre, und erinnerte an die Redewendung, die die Koreaner gebrauchten: &#8220;es wird ein Flammenmeer geben&#8221;. Er erkannte an, dass &#8220;es dies war, was ich zunächst dachte, dass sich das Problem hier entfesseln würde, denn die Resolution (des Sicherheitsrates) über Iran stand noch nicht&#8221;.</p>
<p>Als diese angenommen wurde, &#8220;war klar, dass sich zuerst der Konflikt in Iran entfesselt, und später in Korea. Die am aufmerksamsten beobachten müssen, was im Iran geschieht, sind die Nordkoreaner&#8221;.</p>
<p>DIE ERNSTESTE KRISE OBAMAS</p>
<p>Fidel kommentierte die kürzlichen Deklarationen des US-amerikanischen Politologen Noam Chomsky, der versicherte, dass die Position der Vereinigten Staaten gegenüber dem Iran &#8220;die ernsteste außenpolitische Krise ist, der die Regierung Obamas gegenübersteht&#8221;.</p>
<p>&#8220;Iran ist der große Apfel der Zwietracht&#8221;, versicherte Fidel, &#8220;weil sicher ist, dass sie es nicht inspizieren können. Vor 31 Jahren, als sie den chemischen Krieg gegen die Revolution des Ajatollah Chomeini entfesselten, der den Schah von Iran ohne Waffen stürzte, hatte der Iran keine Armee, sondern die Revolutionsgarde&#8221;.</p>
<p>Fidel fügte hinzu, dass &#8220;Ahmadinedschad ganz und gar nicht unvorbereitet ist—man kann mit ihm einverstanden sein oder nicht—, aber unvorbereitet ist er nicht. Ein Rechnung aufzumachen, ausgehend davon, dass sie losrennen werden, um die Yankees um Entschuldigung zu bitten, ist absurd&#8221;.</p>
<p>Er argumentierte, dass die Iraner &#8220;sich seit 30 Jahren vorbereiten, über industrielle Entwicklung verfügen, Flugzeuge, Radare, Fliegerabwehrwaffen kaufen&#8230; Die Russen verpflichteten sich, ihnen die (Rakete) S-300 zu liefern, aber sie gehen langsam voran und haben sie noch nicht übergeben. Alle Flugzeuge, die sie kaufen konnten, haben sie gekauft. Sie haben russische Waffen. Allein an Raketenwerfern haben sie Hunderte. Die Armee verfügt über ihre Luft-, See- und Bodenstreitkräfte. Die Kriegsmarine hat ebenfalls Luft-, See- und Bodenstreitkräfte. Soldaten, nur die Revolutionsgarde, haben sie mehr als eine Million. Sie trainieren alle Menschen, die älter als 12 und jünger als 60 Jahre alt sind. Und es sind 20 Millionen muslimische Schiiten. Wer wird mit diesem Feind sympathisieren, der alles zerstören will und es außerdem kundtut?&#8221;.</p>
<p>Fidel versicherte, dass alle Atommächte zusammen über etwa<br />
20 000 Atomwaffen verfügen, und dass der Vorwand, den sie gegen den Iran benutzt haben, lächerlich ist: &#8220;Dieses geschaffene Problem ist lächerlich, und alle Resolutionen (des UNO-Sicherheitsrates). Das Risiko ist, dass Iran in zwei oder drei Jahren zwei atomare Sprengkörper entwickelt oder herstellt. Wo ist die Logik? Dieses ganze Problem ist dem geschuldet &#8220;.</p>
<p>Der Meinung des Comandante en Jefe nach, ist der wahre Grund &#8220;die Kontrolle, der Einfluß, den der Staat Israel über die Vereinigten Staaten hat. Ein Land, das in wenigen Jahren zu einer Atommacht geworden ist&#8221;.</p>
<p>Er bekräftigte, dass Kuba die atomare Erfahrung sehr gut kennt: &#8220;Wir hatten das Risiko, angegriffen zu werden. Unter der Regierung Reagan, verübten sie einen atomaren Test im Meer. Auf einem Schiff. Dies durchschauten wir, weil wir Truppen nach Namibia schickten&#8221;.</p>
<p>Über Israel &#8220;wurden den Südafrikanern etwa 14 atomare Sprengkörper übergeben, die mächtiger waren als die in Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen. Diese Lage ist nicht neu. Wir hatten dort (in Angola) etwa 60 000 Männer auf dem Vormarsch. Und das Risiko eines atomaren Angriffs hatten wir schon erlebt&#8221;.</p>
<p>Er erinnerte an den Moment, als die sowjetischen Streitkräfte ihre Atomsprengköpfe in Kuba installierten, &#8220;was uns natürlich nicht gefiel, denn als wir diese Revolution machten, rechneten wir mit keinerlei Allianz mit der UdSSR &#8220;. Diese Allianz &#8220;kam uns sehr gut zu statten kam, denn als (die USA) uns das Erdöl nahmen, lieferte es uns (die UdSSR). Wir reden nicht, ohne eigene Erfahrung: wir haben sie 1962 und in den 70er Jahren erlebt, auf einer internationalistischen Mission. Und wir trafen alle Maßnahmen: voranmarschieren und unter die Erde gehen. Wir konnten auf keinen Zufall warten. Alles wurde nachgeprüft. Nicht einmal Mandela weiß, was sie mit diesen Atomwaffen gemacht haben. Ich habe ihn gefragt: ‘Das ist nicht bekannt’, sagte er. Sie haben sie abtransportiert. Sie haben nie Fair Play gemacht&#8221;.</p>
<p>&#8220;Kann man mit so etwas spielen?&#8221;, setzte er hinzu. &#8220;Wenn du von der Hypothese sprichst, wirst du niemanden überzeugen. Es muß nichts dramatisiert werden, denn die Tatsachen an sich sind dramatisch&#8221;.</p>
<p>Der Comandante en Jefe kündigte in seiner Reflexion, die am Sonntag in Cubadebate veröffentlicht wurde, neue Analysen über diese für die Menschheit gefährlichen Ereignisse an.</p>
<p><a href="http://granma.cu/aleman/kuba/julio13-fidel.html" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Felicidades España, Weltmeister 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 23:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JV3nmjt6tRw&amp;rel=1&amp;color1=5d1719&amp;color2=cd311b&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0&amp;feature=youtube_gdata"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/JV3nmjt6tRw&amp;rel=1&amp;color1=5d1719&amp;color2=cd311b&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0&amp;feature=youtube_gdata" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="373" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=JV3nmjt6tRw"><img src="http://img.youtube.com/vi/JV3nmjt6tRw/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>Rassistisches Schweigen</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 23:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wüste begrünen – Eritreas Manzanar Mangroven Wunder (*) Entlang der beinahe fast ausgedörrten Wüstenküste am Roten Meer kann man das Wunder eines grünen Waldes finden, der sich über 10 km erstreckt – das Manzanar Mangroven-Projekt. Es wurde vor ca. 15 Jahren an der Zulu Bay-Küste begonnen, einst die Heimat von Afrikas verlorener Zivilisation Punt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wüste begrünen – Eritreas Manzanar Mangroven Wunder (*)</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #993300;">Entlang der beinahe fast ausgedörrten Wüstenküste am Roten Meer kann man das Wunder eines grünen Waldes finden, der sich über 10 km erstreckt – das Manzanar Mangroven-Projekt.</span></p>
<p><img class="alignleft" title="Baum des Lebens, von Betty LaDuke" src="http://www.chriswalter.com/press/download/baum_des_lebens.jpg" alt="Baum des Lebens, von Betty LaDuke" width="200" height="248" />Es wurde vor ca. 15 Jahren an der Zulu Bay-Küste begonnen, einst die Heimat von Afrikas verlorener Zivilisation Punt. Nun ist dort ein üppiger Mangrovenwald wiederhergestellt worden inmitten von tausenden von Kilometern Wüste, der nun eine geschützte Bucht ist für sowohl Fische und Garnelen als auch eine Futterquelle für Tiere. Mangrovenblätter und -samen liefern fast die gesamten Nahrungsbedarf für Ziegen, Schafe und Kamele, wodurch die Menschen dieses Gebietes mit Milch und Fleisch versorgt werden, was zusammen mit Fisch ihren Lebensunterhalt seit urdenklichen Zeiten bildete.</p>
<p>All dies ist das Werk eines japanischen Amerikaners, Dr. Gordon Sato, der sein persönliches Vermögen, das er durch medizinische Erfindungen gewonnen hatte, nahm und es dazu benutzte, die früher unfruchtbaren sandigen und verschlickten Buchten in einen smaragdgrünen Dschungel zu verwandeln, fast 7 m hoch, wobei er Salzwasser benutzte. Genau, Salzwasser kann benutzt werden, um unfruchtbare Küsten aufzuforsten, und es kann sogar ins Inland gepumpt werden und zum Begrünen der Wüste verwendet werden.</p>
<p><span id="more-855"></span></p>
<p><img class="alignleft" src="http://www.tlaxcala-int.org/upload/gal_239.jpg" alt="" width="252" height="168" />Alles, was dazu vonnöten ist, ist ein wenig Stickstoff- und Phosphordünger in Plastikbehältern mit zwei Löchern, um ein allmähliches Entweichen des Düngers zu ermöglichen. Das vergräbt man etwa 60 cm tief im Sand und Mangroven können dort wieder wachsen, wodurch eine trostlose, zerstörte Küste in ein grünes Wunder von Meeresleben und lebenspendendem Wald verwandelt wird.</p>
<p>Die niedrige Mangrove, so oft verteufelt als Quelle von stinkenden, von Insekten und Krankheiten verseuchten Sumpfgebieten, ist der Schlüssel zur Bekämpfung von Trockenheit, Küstenverwüstung. Küstenerosion und einer Reihe anderer Probleme, die an den Küsten der Ozeane der Welt auftauchen. Mangroven wachsen gewöhnlich nur, wo es genügend Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor gibt, die sich nicht in Salzwasser finden, aber von Süßwasserabflüssen herbeigeführt werden. Durch die jahrtausendelange Verwüstung sowohl der ost- und westafrikanischen Küsten als auch der Küsten im westlichen und südlichen Asien sind viele der einst gut gedeihenden Mangrovenwälder verschwunden und finden sich nur noch an wenigen isolierten Punkten.</p>
<p>Aber all dies ändert sich, obwohl man sich nur wundern kann, weshalb bei all dem Gerede über Klimaveränderung Dr. Sato nicht Empfänger von hunderten von Millionen Dollardarlehen ist, um zu helfen, dieses Wunder in der ganzen Welt zu verbreiten. Heute, wo sein privates Vermögen verbraucht ist, sind auch andere Geldquellen versiegt, obwohl er Umweltpreise von der Rolex Foundation und der Asahi Foundation erhalten hat, und Dr. Satos Werk ist an seine Grenzen gestoßen.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://2.bp.blogspot.com/_I3kIJS7o5ts/TDcsNuSujOI/AAAAAAAAESY/mLTYpiFVhDA/s400/sato.jpg" alt="" width="240" height="180" />Und der Grund weshalb, kann durch das eigentliche Konzept erklärt werden, drei widersprüchliche Ideen: Manzanar, Mangroven und Wunder. Zuerst der Name: das Manzanar-Projekt ist benannt nach einem Verbrechen gegen die Menschheit, begangen in den USA unter der Federführung von zwei der berühmtesten „Liberalen“ der US-Geschichte des 20. Jahrhunderts, Franklin Roosevelt und Earl Warren. Hunderttausende amerikanischer Japaner wurden Opfer einer ethnischen Säuberung, die auf Befehl von Präsident Franklin Roosevelt und dem Gouverneur von Kalifornien, dem späteren Obersten Richter Earl Warren bei Ausbruch des 2. Weltkrieges durchgeführt wurde. Sie wurden verhaftet und ins Gefängnis geworfen und ihr gesamter Besitz und Eigentum wurde legal gestohlen, und am Ende wurden sie in Konzentrationslager gesperrt, häufig inmitten einer richtig schlimmen Wüste – und all dies geschah durch die Führer, die als die führenden Leuchten des Liberalismus in den USA bezeichnet wurden. Eines dieser Lager hieß Manzanar, und dort fand sich Dr. Sato als kleiner Junge zusammen mit seiner Familie eingesperrt, wegen keines Verbrechens verurteilt, aber dennoch wie Kriminelle behandelt, und nur, weil sie die falsche Hautfarbe hatten.</p>
<p>Dass Dr. Sato sein Mangrovenprojekt nach solch einem Verbrechen benannt hat, ärgerte gewiss die Mächtigen in den von den USA beherrschten Hilfswerken. Und darüberhinaus sind Mangroven und Wunder zwei Wörter, die nicht zusammen benutzt werden, beinahe konzeptuell widersprüchlich in den Köpfen der meisten Leute in der sogeannten „Ersten Welt“. Manzanar*, Mangroven und Wunder – drei sehr unterschiedliche Konzepte, gelinde gesagt. Man setze sie zusammen in Eritrea, und man hat ein weiteres Beispiel dafür, wie Nachrichten über einen Umweltdurchbruch von globaler Bedeutung von den Mächtigen in der westlichen Welt unterdrückt werden, sowohl den offiziellen wie den inoffiziellen.</p>
<p>* Anmerkung d. Ü.: Das Manzanar War Relocation Center oder kurz Manzanar war während des Zweiten Weltkrieges 1942–1945 eines der zehn Internierungslager der Vereinigten Staaten im Rahmen der Internierung japanischstämmiger Amerikaner aus einer Sperrzone an der Westküste, die als Sicherheitsrisiko betrachtet wurden (&#8220;Enemy Alien&#8221;). Von den bis zu 10.046 Internierten waren etwa 2/3 in den Vereinigten Staaten geborene Staatsbürger der USA. Das Lager lag in der Mitte zwischen den kleinen Ortschaften Independence und Lone Pine im Tal des Owens River, Inyo County, Kalifornien auf der Ostseite der Sierra Nevada zu Füßen des Mount Williamson.</p>
<p>Manzanar heißt Apfelbaumpflanzung auf Spanisch – eine zusätzliche Ironie. Und nicht zu vergessen, dass Eritrea wegen seiner unabhängigen Politik schon lange von den USA ins Visier genommen und &#8211; ja richtig – wegen Terrorunterstützung auch mit Sanktionen belegt wurde.</p>
<p>(*) Autor Thomas C. MOUNTAIN / übersetzt von Einar Schlereth<br />
<a href="http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10886&amp;lg=de" target="_blank">Originalartikel</a></p>
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		<title>the twin towers were blowen up&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 22:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[War das jetzt lediglich ein freudscher Versprecher des neu gewählten  konservativen Premiers Großbritanniens oder geht es langsam ins Allgemeinwissen ein dass diese Zwillingstürme gesprengt wurden, und nicht gerade von einer Handvoll saudischer Extremisten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/btKUnRht_4Y&amp;rel=1&amp;color1=5d1719&amp;color2=cd311b&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0&amp;feature=related"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/btKUnRht_4Y&amp;rel=1&amp;color1=5d1719&amp;color2=cd311b&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0&amp;feature=related" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="373" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=btKUnRht_4Y"><img src="http://img.youtube.com/vi/btKUnRht_4Y/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p style="text-align: left;">War das jetzt lediglich ein freudscher Versprecher des neu gewählten  konservativen Premiers Großbritanniens oder geht es langsam ins Allgemeinwissen ein dass diese Zwillingstürme gesprengt wurden, und nicht gerade von einer Handvoll saudischer Extremisten.</p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>Horror-Erlebnisse</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 00:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nah-Ost]]></category>

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		<description><![CDATA[Der israelische Überfall war für alle von uns auf dem Schiff eine totale Überraschung. Während dieser anderthalb Stunden am frühen Morgen dachte jedermann an Bord, dass niemand die israelische Attacke überleben würde, weil wir etwa 30 Kriegsschiffe sahen, die das Schiff einzukesseln begannen und Helikopter, die mit Leuchtraketen feuerten, deren Geräusch dich glauben macht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://english.aljazeera.net/mritems/Images//2010/6/1/20106195654201621_20.jpg" alt="" width="280" height="150" />Der israelische Überfall war für alle von uns auf dem Schiff eine totale Überraschung.<br />
Während dieser anderthalb Stunden am frühen Morgen dachte jedermann an Bord, dass niemand die israelische Attacke überleben würde, weil wir etwa 30 Kriegsschiffe sahen, die das Schiff einzukesseln begannen und Helikopter, die mit Leuchtraketen feuerten, deren Geräusch dich glauben macht, dass du tot bist.</p>
<p><span id="more-838"></span><br />
Da herrschte Angst vor Krieg, richtigem Krieg, auf einem Schiff voller Männer, Frauen und sogar Kindern.<br />
Die ersten Soldaten auf dem Schiff wurden nicht getötet, sie wurden nicht beschossen, sie wurden nur eingefangen von den Verteidigern des Schiffes.</p>
<p>Augenblicke später landete ein anderer, größerer Helikopter mehr Truppen, und diesmal feuerten sie unmittelbar auf die Leute und töteten so viele, wie sie konnten, damit sie die [Kapitäns]kajüte erreichen konnten, um das Schiff unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p>Ich sah Blut auf dem Schiff, und jeder wusste, dass es keine Waffen gab &#8211; wir alle wußten, dass die Israelis uns abfangen und versuchen würden, uns zu stoppen, aber wir dachten nicht, dass sie vom ersten Augenblick an beschießen würden.</p>
<p>Mir wurde das Bild von einem Mann aus Jemen gezeigt, der sich auf dem Schiff befand, und das ist lächerlich, denn die meisten Menschen wissen, dass jeder Mann aus Jemen ein jemenitisches Messer hat, das ist eine kulturelle Sache und hat nichts mit Gewalt zu tun.</p>
<p>Ich verstehe jetzt, dass die Israel daraus eine große Affäre machen werden und sagen werden, dass das Schiff voller gewalttätiger Menschen war, nur wegen diesem einen Mann.</p>
<p>Othman Battiri, Mitglied des Al Jazeera-Teams</p>
<p>Um 4.15 Uhr kamen dutzende Marineboote mit jeweils zehn Soldaten, die versuchten, die Schiffe zu entern. Sie trafen auf Widerstand. Friedlichen Widerstand. Dann kamen Helikopter und versuchten, Soldaten zu landen. Das ging nicht. Da begannen sie, mit scharfer Munition zu schießen.</p>
<p>Zuerst schossen sie Leucht- und Gasraketen und Gummigeschosse. Einige Leute wurden verwundet durch die Gummigeschosse. Wir versuchten, einigen der Verwundeten zu helfen. Ich sah vier Leute, die getötet wurden.</p>
<p>Ich sah zwei Leute vor meinen Augen sterben. Einer von ihnen hatte eine Kugel in der Brust. Der andere blutete, aber ich wusste nicht, wo er getroffen worden war.</p>
<p>Wir gingen hinunter, um die anderen Toten zu sehen. Einer hatte eine Kugel in seinem Kopf, als ob er von einem Scharfschützen getroffen worden wäre. Überall waren Kugeln.</p>
<p>Sie respektierten nicht, dass alle auf den Schiffen Zivilisten waren. Es gab keine Waffen. Es gab kein Feuer von den Aktivisten auf die Soldaten. Als Medienleute können wir das bezeugen.</p>
<p>Die vier Toten, die ich sah, waren alles Türken. Zwei waren alte Männer. Die beiden anderen waren jünger. Einer der jüngeren war Koordinator im Medienraum. Sein Name war Juwdat.</p>
<p>Wir hörten, dass mehr Leute getötet wurden. Ich sah nur vier. Der größte Teil des Kampfes spielte sich auf dem Oberdeck ab, um die Kapitänskajüte herum, wo die Aktivisten versuchten, die Soldaten daran zu hindern, in die Kajüte einzudringen. Dort wurde scharfe Munition verwendet.</p>
<p>Der Angriff begann um 4.15 Uhr und endete gegen 5.30 Uhr, als wir hörten, dass das Schiff von Israelis kontrolliert wird. Gegen 7.00 Uhr verlangten sie, dass wir unsere Räume verlassen, und sie begannen, unsere Hände zu fesseln.</p>
<p>Helikopter flogen über uns. Vier Militärschiffe und zehn Marineboote umringten uns. Sie ließen Licht- und Gasraketen auf uns herabregnen, als herrschte richtiger Krieg.</p>
<p>Vier Menschen starben vor meinen Augen und unter meinen Händen. Wir konnten kein erste-Hilfe-Material finden. Diese Fälle erforderten ein Feldkrankenhaus, um die Verwundeten zu behandeln. Ich hatte nicht das notwendige Material, um ihre blutenden Wunden zu behandeln.</p>
<p>Als wir versuchten, die Verwundeten zu tragen, verboten die israelischen Soldaten, die Verwundeten wegzubringen. Sie hielten ihre Lasergewehre an die Köpfe. Sie befahlen den Frauen, die Verwundeten zu tragen. Einige Frauen konnten nicht.</p>
<p>Die Verwundeten hatten große Schmerzen, weil sie nicht richtig getragen wurden über die Treppen und durch die engen Türen.</p>
<p>Farouq ist ein Zahnarzt, der an Bord der Mavi Marmara war, das Leitschiff der Flotille. Er sprach mit AlJazeera nach seiner Ankunft in Kairo.</p>
<p>Issam Zaatar, Al Jazeera Kameramann: Ich filmte und dann rannte er [ein israelischer Soldat] hinter mir her mit einem Elektroschocker. Er konnte mich nicht fangen. Einer seiner Kollegen schlug mir mit einer solchen Waffe auf die Hand. Meine Kamera fiel zu Boden. Er rannte, um sie zu zertreten. Ich sagte ihm: „Zerbrich nicht meine Kamera. Wenn du die Filme willst, gebe ich sie dir.“ Ich sagte ihm, dass es eine Medienausrüstung wäre. Sie kannten keine Grenzen. Sie benutzten Gummigeschosse. Sie benutzten Tränengasbomben. Es war eine unglaubliche Szene.</p>
<p>Haneen Zubi, palästinensisches Mitglied der Knesset: Wir erwarteten, dass die israelische Armee uns stoppen würde, um zu verhindern, dass wir nach Gaza kämen, aber wir erwarteten nicht so einen Krieg gegen uns. Es waren 14 Schiffe, die auf uns zukamen, kurz vor 4.30 früh. Vierzehn Schiffe, die ich zählen konnte und ein Helikopter. Vielleicht mehr als 10 Soldaten, ich konnte nicht genau sagen, [wie viele] aus dem Helikopter kamen.</p>
<p>Im zweiten Stock des Schiffes gab es nur Passagiere, die Journalisten waren, eine Krankenschwester und die Organisatoren der Flotilla, die nichts in den  Händen hatten.</p>
<p>Nach 20 Minuten, vielleicht 15 Minuten, gab es drei Tote.</p>
<p>Um 6 Uhr war es vorbei, als eine Stimme aus dem Mikrofon sagte, dass das Schiff unter Kontrolle der Israelis wäre und „Bitte geht auf eure Zimmer“.</p>
<p>Norman Paech, ehemaliges Mitglied des deutschen Bundestags: Dies war kein Akt der Selbstverteidigung [von der israelischen Armee], sondern es war vollständig unverhältnismäßig – obwohl wir damit rechneten, dass unser Schiff angehalten und vielleicht untersucht werden würde.</p>
<p>Dies war ein sehr ernster Übergriff – ein Kriegsverbrechen.</p>
<p>Ich persönlich sah zweieinhalb hölzerne Stöcke, die benutzt wurden [von Aktivisten]. Wir waren in keiner Weise auf einen Kampf vorbereitet. Wir haben es nicht einmal in Betracht gezogen. Keine Gewalt, keinen Widerstand – weil wir sehr wohl wussten, dass wir absolut keine Chance gegen Soldaten wie diese hätten.</p>
<p>Mihalis Grigoropoulos, Griechenland: Ich steuerte das Schiff, wir sahen sie [die israelischen Soldaten], wie sie ein anderes Schiff vor uns kaperten. Es war das türkische Passagierschiff mit mehr als 500 Leuten an Bord, und wir hörten Schüsse. Wir leisteten keinerlei Widerstand, konnten wir gar nicht, selbst wenn wir gewollt hätten. Was hätten wir gegen die Kommandos ausrichten können, die an Bord kletterten? Das einzige, was einige Leute versuchten, war zu verzögern, dass sie auf die Brücke kamen, indem sie eine menschliche Kette bildeten. Sie wurden mit Plastikgeschossen und Elektrowaffen beschossen.</p>
<p>Es gab nach unserer Verhaftung viele Misshandlungen. Wir waren wirklich Geiseln, wie Vieh. Sie ließen uns keine Toilette aufsuchen, sie gaben uns weder Nahrung noch Wasser, und sie machten von uns Videoaufnahmen, was nach internationalem Recht verboten ist.</p>
<p>Nilufer Cetin, Türkei: Wir blieben in unserer Kabine und machten Spiele, während geschossen wurde. Mein Sohn ist seit gestern Nachmittag sehr nervös … Ich brauchte meinen Sohn nicht zu beschützen. Sie wussten, dass ein Baby an Bord war. Ich legte meinem Sohn eine Gasmaske und einen Rettungsring an.</p>
<p>Wir hatten keine sonstigen Probleme an Bord, nur Wassermangel. Wir gingen auf dem Deck umher, spielten mit meinem Sohn. Die Vorhänge waren zugezogen, so dass ich nicht den Überfall sehen konnte. Ich hörte nur Stimmen.</p>
<p>Es gibt leicht und schwer verwundete Menschen.</p>
<p>Es gibt tausende, Millionen Babies in Gaza. Mein Sohn und ich wollten mit diesen Babies spielen. Wir wollten ihnen Hilfe bringen. Wir wollten sagen: „Schau, dies ist ein sicherer Ort, ich bin mit meinem Baby gekommen.“</p>
<p>Ich sah meinen Mann aus der Entfernung, ihm schien nichts zu fehlen. Das Schiffspersonal war nicht verwundet, weil sie [die Soldaten] es brauchten, um das Schiff in den Hafen zu bringen.</p>
<p>Ich werde wieder gehen, wenn ein anderes Schiff fährt.</p>
<p>Cetin kehrte mit ihrem einjährigen Baby nach Istanbul zurück.</p>
<p>Youssef Benderbal, Frankreich: Die Anweisungen waren eindeutig. Keine Provokation, ruhig bleiben und begegnet ihnen [den Kommandos] mit den Worten &#8216;wie sind Pazifisten und nicht Terroristen&#8217;.</p>
<p>Maskierte Kommandos ergriffen Besitz von dem Schiff. Sie gingen zur Hütte des Kapitäns.</p>
<p>Benderbal war nicht an Bord der Mavi Marmara, dem Leitschiff der Flotille, sondern auf einem der anderen fünf Schiffe. Er gab seinen Bericht Radio Europe 1 bei seiner Ankunft in Paris.</p>
<p>Dimitris Gielalis, Griechenland: Plötzlich sahen wir von überall her Schlauchboote auf uns zukommen und innerhalb von Sekunden kamen voll ausgerüstete Kommandos an Bord. Sie kamen hoch und benutzten Plastikgeschosse. Wir erhielten Schläge, wir bekamen Elektroschocks, alles, was man sich nur denken kann, benutzten sie. Gielalis war an Bord des Schiffes Sfendoni.</p>
<p>Mutlu Tiryaki, Türkei: Als wir an Deck gehen wollten, tauchten sie aus ihren Helikoptern und Militärbooten auf und griffen uns an. Sie näherten sich unserem Schiff mit Militärschiffen, nachdem sie Warnungen verlauten ließen. Wir sagten ihnen, wir seien unbewaffnet. Unsere einzige Waffe war Wasser.</p>
<p><em>Mohamed Vall, Al Jazeera Journalist; veröffentlicht auf <a href="http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10713&amp;lg=de" target="_blank">Tlaxcala</a></em></p>
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		<title>Die Häresie der Griechen lässt hoffen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 23:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[In Großbritannien tut die politische Klasse so, als wäre die arrangierte Hochzeit zwischen der Quatsch-Partei und der Blödsinn-Partei Demokratie. Für den Rest von uns heißt die Inspiration Griechenland. Kaum überraschend, dass Griechenland nicht als &#8216;Leuchtfeuer&#8217; sondern als &#8220;marodes Land&#8221; dargestellt wird. Die Griechen werden für ihren &#8220;aufgeblähten öffentlichen Sektor&#8221; und ihre &#8220;Kultur der Schleichwege&#8221; (The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.chriswalter.com/press/download/Griechenland_topo.jpg" alt="" width="250" height="213" />In Großbritannien tut die politische Klasse so, als wäre die arrangierte  Hochzeit zwischen der Quatsch-Partei und der Blödsinn-Partei Demokratie.  Für den Rest von uns heißt die Inspiration Griechenland. Kaum  überraschend, dass Griechenland nicht als &#8216;Leuchtfeuer&#8217; sondern als  &#8220;marodes Land&#8221; dargestellt wird. Die Griechen werden für ihren  &#8220;aufgeblähten öffentlichen Sektor&#8221; und ihre &#8220;Kultur der Schleichwege&#8221; (<em>The  Observer</em>) kritisiert. Die griechische Ketzerei ist ein Aufstand  der Normalos, und er gibt echte Hoffnung &#8211; ganz anders, als jene  &#8216;Hoffnung&#8217;, die dem Kriegsherrn im Weißen Haus angedichtet wird.</p>
<p><a href="http://zmag.de/artikel/die-haeresie-der-griechen-laesst-hoffen" target="_blank">Quelle</a></p>
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