Archive for February, 2008

Indianer und Palästinenser

Feb 28, 2008 by chris --> in Allgemeines

Im US-Bundesstaat Connecticut hat die Kontroverse um die Rechte der Indianer mittlerweile einen neuen Höhepunkt erreicht: Die Regierung revidierte die Anerkennung der Stämme der Eastern Pequots (in Stonington) und der Schaghticoke (in Kent). Sowohl die Bevölkerung als auch viele Offizielle scheinen darüber im allgemeinen erbaut. Wie Staatsanwalt Richard Blumenthal in The Litchfield County Times sagt: “Ein Grund, weshalb dies so historisch ist, liegt darin, dass es bislang keinen Fall gab, in dem eine positive Anerkennungsentscheidung wieder revidiert wurde. (Es war) landesweit das erstemal. Umso bedeutsamer und befriedigender ist es”.

Für die indigenen Völker Connecticuts ist die Entscheidung natürlich alles andere als befriedigend. Mehrere Jahrhunderte nach ihrem ersten Kontakt mit den europäischen Siedlern steht ihr Recht auf das Land und ihre Liebe zu diesem Land immer noch nicht außer Frage.

Die Argumente, die im Verlauf der Kontroverse gebraucht wurden, spiegeln die Ironie des Kampfes der amerikanischen Urbevölkerung um Anerkennung auf eindrucksvolle Weise: Sie müssen beweisen, dass es sie überhaupt gibt, sie müssen beweisen, dass ihre Kultur und ihre Menschen die Versuche von US-Regierungen, sie auszulöschen und das Land, von dem ihr Überleben abhing zu konfiszieren, überlebt haben.

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Cuba libre !

Feb 25, 2008 by chris --> in Lateinamerika

Warum sehen eigentlich die USA immer rot wenn das Wort “Cuba” fällt?

Selbst in der letzten Fernsehdebatte der US Kandidaten for president war es ein Thema: statt China Cuba!
Weil Fidel Castro und Cuba die Weltmacht USA ernsthaft bedrohen? Man könnte es fast glauben, denn nach 50 Jahren und noch mehr frustrierten Versuchen diesem “Alptraum” ein Ende zu machen scheint dieser Virus resistent zu bleiben. Man versuchte es mit der direkten Invasion in die Schweinebucht, mit unzähligen Mordanschlägen (sogar mit Hilfe der Mafia – wie unschön doch), selbst jahrzehntelanges Embargo half nichts.

Doch nun, da dieser bärtige revolucionario altersbedingt grau geworden ist, scheint man (sprich die sogenannte freie demokratische Vorbildnation) zu glauben man könnte die Zeit zurückschrauben und da weitermachen wo damals Batista aufhören musste.

Nach all den Jahren des kalten Krieges etablierte man selbst mit Hanoi wohlgesonnene Bande, doch im Lande der Lobbyisten zählen scheinbar die Exil-Cubaner in Florida immer noch mehr als die politische Vernunft. Und die ewig Gestrigen sollten sich auch mal auf´s Altenteil zurückziehen und den heutigen Cubanern DIE Chance geben die sie sich nach soviel Jahren der Ausgegrenztheit verdient haben: lasst SIE entscheiden und zwingt ihnen nicht euren Willen auf.

Ich glaube sie sind erwachsen genug um ihr eigenes Schicksal selbst entscheiden zu können.

Und wenn IHR konstruktiv dazu beitragen wollt dass Cuba ein nach europäischem Vorbild demokratischer Staat werden soll, dann geht mit gutem Beispiel voran, allerdings ist der erlebte und gelebte Turbo-Kapitalismus sicherlich keine gute Alternative!!!

Obama´s Erfolgstour

Feb 22, 2008 by chris --> in Nordamerika

Bei den Republikanern scheint McCain bereits als Kandidat festzustehen.

Bei den Demokraten ist NOCH alles offen: Barack Obama gewinnt allerdings bereits 10-mal in Folge und macht es seiner Konkurrentin Hillary Clinton schwer. Und sollte er am 4. März auch in Texas gewinnen (z. Z. holt er stark auf) wird es für Hillary mehr als eng.

Interessante Reaktion Israels auf den momentanen Siegeszug Obama´s:

Israel zittert vor Barack Obama

Kosovo II

Feb 21, 2008 by chris --> in Allgemeines

Noch vor kurzem war man sich einig: EU Warns New Kosovo Government not to Declare Independence Unilaterally

The Prime Minister-elect of the Serbian province Kosovo, Hashim Thaci, gave positive signals to the Europeans that a solution to the status conflict might still be possible. During negotiations with the so-called “Troika”, consisting of the USA, Russia and the EU, Thaci stated that Kosovo would not take any steps towards independence unilaterally. On the other hand it is still not apparent how the conflict between Serbia and the Kosovars can be solved. Serbia is willing to allow the province autonomy, but Pristina still demands full independence. The mandate for negotiations expires on December 10 while the positions are remaining incompatible. Any agreement has to be confirmed by the UN Security Council, where Russia threatens to cast its veto against an independent Kosovo.
The EU foreign ministers discussed the matter on Monday. They warned the new Kosovar administration against unilateral measures and pondered options for the time after December 10. If there should be no new Security Council resolution the EU ministers consider to assist the civilian build-up in the province on the basis of the old resolution 1244 from 1999, thereby risking a conflict with Russia.

Doch heute labert Herr Steinmeier im Bundestag von einer gemeinsamen europäischen Position der Anerkennung des Kosovo als, zwar so nicht gewünscht, aber doch notwendigen Schritt (notwendig für wen?).

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Kosovo

Feb 18, 2008 by chris --> in Allgemeines

Neun Jahre nach dem Kosovo-Krieg hat sich die südserbische Provinz gestern für unabhängig erklärt. „Wir erklären den Kosovo zu einem freien und unabhängigen Staat“, heißt es in der vom Kosovo-Parlament angenommenen Erklärung.

Soweit – so gut, doch wie wird die EU darauf reagieren? die UNO?
Zwar erfolgte die Unabhängigkeit in enger Absprache mit den USA und basiert im Wesentlichen auf dem Ahtisaari-Plan, der eine Unabhängigkeit unter internationaler Aufsicht vorsieht und den Schutz der Minderheiten garantiert.

Doch

Russland und Serbien haben bereits angekündigt den Sicherheitsrat in die Verantwortung zu nehmen und Spanien befürchtet dass daraus ein Präzedenzfall für Separatisten (Baskenland) werden könnte.

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Soziale Marktwirtschaft?

Feb 16, 2008 by chris --> in Allgemeines

Man war doch immer so stolz auf die von Ludwig Erhard in der BRD kreierte soziale Marktwirtschaft die das Nachkriegsdeutschland zu Wohlstand gebracht hat. Man konnte sich wieder was leisten, sogar Urlaub an der Riviera…bis hin zum Exportweltmeister.

Und nun DAS: Vorstandspöstler mit Gehältern in mehrfacher Millionenhöhe die ihre Firmen ausschlachten, Schmiergelder und Brasilienurlaube “all inclusive”, reihenweise Banken die sich mit hedgefonds in Milliardenhöhe verzocken – für die dann der Steuerzahler, dank Steinbrück, gerade stehen muss….etc.
Und nun eine ominöse CD mit 700 Namen von Steuerhinterziehern, allen voran Herr Zumwinkel von der Post.

Die da oben

Was soll man dazu sagen?

Und was sind eigentlich hedgefonds?

Es sind Fonds, die u.U. Leerverkäufe (short selling) und den Einsatz von Fremdkapital (leverage) oder Derivaten nutzen können. Abgesehen davon gibt es eine unendliche Vielfalt von Strategien und Konzepten, die solche Fonds verfolgen können. In der Regel ist das Ziel aber, unabhängig von der Marktentwicklung, positive Renditen zu erwirtschaften (absolute return).

Die Afghanistan-Politik des Westens ist gescheitert

Feb 10, 2008 by chris --> in Mittel-Ost

Noch mehr Krieg wird gar nichts lösen
Ein Gespräch mit Dr. Dr. Michael Pohly, Freie Universität Berlin*:

Nach allem, was man weiß und hört, hat sich die Lage in Afghanistan dramatisch zugespitzt. Das ganze Land befindet sich im Kriegszustand, und von Wiederaufbau kann keine Rede mehr sein. Herr Dr. Pohly, wie beurteilen Sie die gegenwärtige Lage in Afghanistan?
- Ich beurteile die gegenwärtige Lage sehr kritisch, weil die Versäumnisse der Politik jetzt sehr deutlich sichtbar geworden sind. Man hat eine verstärkte Widerstandsbereitschaft, die von den ländlichen Regionen, von außerhalb der großen Städte in Afghanistan ausgeht. Es gibt ganze Gebiete, in denen die Regierung keine Kontrolle mehr hat oder auch nie versucht hat, ernsthaft etwas aufzubauen.

Wie geht es den Menschen in Afghanistan?
- Es ist unterschiedlich. Wir haben eine große Agglomeration inzwischen in Kabul mit dreieinhalb bis vier Millionen Menschen, obwohl die Stadt nur für eineinhalb bis zwei Millionen angelegt ist. Es gibt keine Rückkehrerprogramme für die in die Stadt Gewanderten, es gibt aber auch keine Integrationsprogramme für die Rückkehrer oder für die Leute, die in Kabul untergekommen sind, und die Tagelohnarbeit und die Unterversorgung in Kabul sind ein riesiges Problem.
Auf der anderen Seite haben wir das massive Auftreten von Spekulanten, die in Kabul tätig sind, das heißt, es klafft eine riesige Lücke zwischen reich und arm. Es gibt keine Sozialprogramme für eine Integration.
Dies alles sind Versäumnisse, die man der afghanischen Politik hart anlasten muss, aber im Prinzip auch dem Westen. Wenn jetzt von Deutschland mehr Kampftruppen angefordert werden, bedeutet das eigentlich nichts anderes als die Militarisierung und die Reaktion auf Defizite, die die Politik zu verantworten hat.

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Ist der Dollar Pleite?

Feb 07, 2008 by chris --> in Allgemeines

Eigentlich weiß ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll, denn für einen Laien ist das alles schwer überschaubar. Aber man muss, glaube ich, kein großartiger Experte sein um 1+1 zusammen zählen zu können.
Kulturen kamen und gingen, die Einen verschwanden selbstverschuldet wie das römische Reich, das sich sein eigenes Grab schaufelte, die Anderen wurden schlichtweg überrollt vom jeweils Stärkeren. Ein Fatalist würde sagen das ist der Lauf der Dinge doch das halte ich für eine bequeme Ausrede. Ich denke eher es liegt an der Raffgier einiger Wenigen und an der stumpfen Dummheit der Meisten.
Zum Beispiel die derzeitige Weltmacht Nº 1, USA, scheint schon immer über ihre Verhältnisse gelebt zu haben und steckt im Augenblick wohl in erheblichen finanz- und wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Man versucht zwar den Schein zu wahren aber die offensichtliche Schieflage wird nicht für ewig verharmlost werden können. Und ob wir wollen oder nicht, in dieser globalisierten, in sich verstrickten Welt, werden wir alle darunter zu leiden haben wenn es dann mal kracht.

Ein Stern-Gespräch:
Nobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt vor einer Krise des globalen Kapitalismus. Seine Lösung: Verteilt den Reichtum.
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“news” bei Obama

Feb 01, 2008 by chris --> in Nordamerika

Nach den Vorwahlen in Florida hat sich nun das Feld doch ziemlich gelichtet und es bleiben nur noch zwei Kandidaten pro Partei übrig.

Bei den Republikanern ist Giuliani nach einem für ihn katastrophalen Ergebnis in Florida von der Kandidatur zurückgetreten und von Huckabee hört man eigentlich auch nicht mehr viel. Bleiben also vorallem der Vietnamveteran McCain und Mitt Romney.

Bei den Demokraten Hillery Clinton und der immer wieder für Überraschungen gute Barak Obama: einerseits bekommt er Unterstützung vom Kennedy-Clan und andererseits gibt es wieder mal Neuigkeiten zu seiner Person: Raila Odinga ist sein Cousin! – Ja und?

Raila Odinga

Abwarten was am Super Tuesday passieren wird.